Namensverzeichnis#

Dieses Verzeichnis erklärt die wiederkehrenden Eigennamen der Reihe – Personen, Völker und Dynastien, Orte sowie Institutionen und Ereignisse. Sachbegriffe (etwa Diaspora, Halacha, Zionismus) stehen im Glossar. Nicht aufgenommen sind die modernen Historiker und Forscher, deren Werke zitiert werden; sie finden sich in den Literaturhinweisen am Ende der Kapitel.


Personen#

Abbas, Mahmud (*1935) – palästinensischer Präsident (Autonomiebehörde) seit 2005, Nachfolger Arafats.

Abdullah I. (1882–1951) – König von Transjordanien, annektierte 1950 das Westjordanland.

Abraham – biblischer Erzvater, theologischer Ausgangspunkt des Bundes; ein historischer Kern ist umstritten.

Achad Ha’am (Ascher Ginsberg, 1856–1927) – Begründer des Kulturzionismus.

Akiba, Rabbi (um 50–135 CE) – bedeutendster Gelehrter seiner Zeit, sah in Bar Kochba den Messias, von Rom hingerichtet.

Antiochos IV. Epiphanes (reg. 175–164 BCE) – seleukidischer König; seine Verfolgung des Judentums löste den Makkabäeraufstand aus.

Arafat, Jassir (1929–2004) – PLO-Führer, Mitunterzeichner der Oslo-Abkommen, Friedensnobelpreis 1994.

Assad, Hafis al- (1930–2000) – syrischer Präsident, Gegner Israels im Jom-Kippur-Krieg.

Bar Kochba (Schimon bar Kosiba, gest. 135 CE) – Anführer des letzten jüdischen Aufstands gegen Rom (132–135).

Begin, Menachem (1913–1992) – Irgun-Führer, Likud-Gründer, Ministerpräsident 1977–1983, Friedensvertrag mit Ägypten.

Ben-Gurion, David (1886–1973) – Gründungsvater Israels, erster Ministerpräsident.

Ben-Gvir, Itamar (*1976) – rechtsnationalistischer Minister für nationale Sicherheit ab 2022.

Ben Jehuda, Eliezer (1858–1922) – Wiederbeleber des Hebräischen als Alltagssprache.

Bialik, Chaim Nachman (1873–1934) – hebräischer Nationaldichter, „In der Stadt des Schlachtens“ nach Kischinew.

Bohr, Niels (1885–1962) – dänischer Physiker, Nobelpreis 1922, floh 1943 vor der Deportation.

Carter, Jimmy (1924–2024) – US-Präsident, vermittelte das Abkommen von Camp David 1978.

Chmielnicki, Bohdan (1595–1657) – Kosakenführer, Massaker an den Juden Polen-Litauens 1648/49.

Clinton, Bill (*1946) – US-Präsident, Schirmherr von Oslo und Camp David 2000.

Cromwell, Oliver (1599–1658) – ließ 1656 Juden wieder nach England zu.

David (um 1000 BCE) – König von Israel und Juda, Begründer der Dynastie; seine historische Greifbarkeit ist umstritten.

Dayan, Mosche (1915–1981) – israelischer General und Politiker, Symbolfigur des Sechstagekriegs.

Dreyfus, Alfred (1859–1935) – französischer Offizier; der Justizskandal um ihn führte Herzl zum Zionismus.

Eichmann, Adolf (1906–1962) – NS-Organisator der Deportationen, 1961 in Jerusalem vor Gericht, hingerichtet.

Einstein, Albert (1879–1955) – Physiker, Nobelpreis 1921, Sinnbild von Emanzipation und Emigration.

Eschkol, Levi (1895–1969) – Ministerpräsident, hob 1966 die Militärverwaltung über die arabischen Bürger auf.

Ferdinand und Isabella – die „Katholischen Könige“ Spaniens, erließen 1492 das Edikt von Alhambra.

Freud, Sigmund (1856–1939) – Begründer der Psychoanalyse, floh 1938 aus Wien.

Gallant, Joav (*1958) – israelischer Verteidigungsminister, 2024 mit Haftbefehl des IStGH belegt.

Hadrian (reg. 117–138 CE) – römischer Kaiser, schlug den Bar-Kochba-Aufstand nieder und benannte Judäa in Syria Palaestina um.

Heine, Heinrich (1797–1856) – Dichter, konvertierte 1825 zum Christentum.

Herodes der Große (reg. 37–4 BCE) – römischer Klientelkönig Judäas, Bauherr des zweiten Tempels, Masadas und Cäsareas.

Herzl, Theodor (1860–1904) – Begründer des politischen Zionismus, „Der Judenstaat“ (1896).

Hillel (um 110 BCE – 10 CE) – milder Gesetzeslehrer, prägend für das rabbinische Judentum.

Hitler, Adolf (1889–1945) – „Führer“ des nationalsozialistischen Deutschland, Verantwortlicher des Holocaust.

Hussein (1935–1999) – König von Jordanien, schlug 1970 die PLO nieder (Schwarzer September).

al-Husseini, Mohammed Amin (1895–1974) – Großmufti von Jerusalem, Kollaborateur der Nationalsozialisten.

Jabotinsky, Ze’ev (1880–1940) – Begründer des revisionistischen Zionismus, Doktrin der „Eisernen Wand“.

Jassin, Ahmed (1937–2004) – Scheich, Gründer der Hamas, 2004 von Israel getötet.

Jehuda ha-Nasi (um 135–217 CE) – redigierte um 200 die Mischna.

Jesus von Nazaret (um 4 BCE – um 30 CE) – jüdischer Wanderprediger, Ausgangspunkt des Christentums.

Josephus Flavius (37 – um 100 CE) – jüdisch-römischer Historiker, Hauptquelle zum Ersten Jüdisch-Römischen Krieg.

Judas Makkabäus (gest. 160 BCE) – Anführer des Makkabäeraufstands, Wiedereinweihung des Tempels.

Kahneman, Daniel (1934–2024) – Psychologe, Wirtschaftsnobelpreis 2002; seine Biografie steht beispielhaft für die Emigration.

Karl der Große (747–814) – schätzte und schützte jüdische Fernhändler.

Karo, Joseph (1488–1575) – Kodifizierer der Halacha, „Schulchan Aruch“.

Kasimir der Große (1310–1370) – polnischer König, gewährte den Juden umfassende Privilegien.

Kennedy, John F. (1917–1963) – US-Präsident, erste direkte Waffenlieferungen an Israel.

Kertész, Imre (1929–2016) – ungarischer Schriftsteller, Holocaust-Überlebender, Literaturnobelpreis 2002.

Kissinger, Henry (1923–2023) – US-Außenminister, Pendeldiplomatie nach dem Jom-Kippur-Krieg.

Kyros II. (reg. 559–530 BCE) – Perserkönig, beendete 538 BCE das babylonische Exil.

Lueger, Karl (1844–1910) – antisemitischer Bürgermeister Wiens, Vorbild des jungen Hitler.

Luria, Isaak (1534–1572) – Kabbalist in Safed, Begründer der lurianischen Kabbala.

Maimonides (Mosche ben Maimon, „Rambam“, 1138–1204) – größter jüdischer Gelehrter des Mittelalters, Arzt und Philosoph.

Marr, Wilhelm (1819–1904) – prägte 1879 den Begriff „Antisemitismus“.

Marx, Karl (1818–1883) – Philosoph jüdischer Herkunft, als Kind getauft, „Zur Judenfrage“ (1843).

Mattatias (gest. 166 BCE) – Priester aus Modi’in, Auslöser des Makkabäeraufstands.

Meir, Golda (1898–1978) – Ministerpräsidentin 1969–1974.

Menasseh ben Israel (1604–1657) – Amsterdamer Rabbiner, verhandelte die Wiederzulassung der Juden in England.

Mendelssohn, Moses (1729–1786) – Philosoph, Leitfigur der Haskala.

Napoleon Bonaparte (1769–1821) – berief 1807 ein „Sanhedrin“ ein; ambivalente Judenpolitik.

Nasrallah, Hassan (1960–2024) – Generalsekretär der Hisbollah, 2024 getötet.

Nasser, Gamal Abdel (1918–1970) – ägyptischer Präsident, Suezkrise 1956, Vorabend des Sechstagekriegs.

Nebukadnezar II. (reg. 605–562 BCE) – babylonischer König, zerstörte 586 BCE den ersten Tempel.

Netanjahu, Benjamin (*1949) – am längsten amtierender Ministerpräsident Israels.

Paulus (gest. um 65 CE) – Apostel, öffnete das Christentum für Nichtjuden ohne Beschneidung.

Peres, Schimon (1923–2016) – Ministerpräsident und Staatspräsident, Friedensnobelpreis 1994.

Philon von Alexandria (um 15 BCE – um 50 CE) – jüdisch-hellenistischer Philosoph.

Pompeius (106–48 BCE) – römischer Feldherr, beendete 63 BCE die hasmonäische Unabhängigkeit.

Rabin, Jizchak (1922–1995) – General und Ministerpräsident, Oslo-Abkommen, 1995 von einem jüdischen Extremisten ermordet.

Raschi (Schlomo ben Jizchak, 1040–1105) – maßgeblicher Tora- und Talmudkommentator aus Troyes.

Rothschild – europäische Bankiersdynastie; Edmond de Rothschild (1845–1934) finanzierte frühe Siedlungen, Lord Walter Rothschild war Adressat der Balfour-Deklaration.

Sabbatai Zwi (1626–1676) – falscher Messias mit Massenanhang, konvertierte 1666 zum Islam.

Sadat, Anwar as- (1918–1981) – ägyptischer Präsident, Friedensschluss mit Israel 1979, ermordet.

Salomo (10. Jh. BCE) – König, der Überlieferung nach Erbauer des ersten Tempels.

Samuel, Herbert (1870–1963) – erster britischer Hochkommissar in Palästina.

Scharon, Ariel (1928–2014) – General und Ministerpräsident, Libanonkrieg 1982, Gaza-Rückzug 2005.

Sinwar, Jahja (1962–2024) – Hamas-Führer in Gaza, Drahtzieher des Angriffs vom 7. Oktober 2023.

Smotrich, Bezalel (*1980) – religiös-zionistischer Finanzminister, zuständig für die Siedlungen.

Spinoza, Baruch de (1632–1677) – Philosoph, 1656 aus der Amsterdamer Gemeinde gebannt.

Titus (39–81 CE) – römischer Feldherr und späterer Kaiser, zerstörte 70 CE den Tempel.

Truman, Harry S. (1884–1972) – US-Präsident, erkannte Israel 1948 an.

Weizmann, Chaim (1874–1952) – Zionistenführer, erwirkte die Balfour-Deklaration, erster Staatspräsident Israels.

Wiesel, Elie (1928–2016) – Holocaust-Überlebender, Schriftsteller, Friedensnobelpreis 1986.


Völker und Dynastien#

Almohaden – berberisch-islamische Dynastie des 12. Jahrhunderts, beendete mit Verfolgungen das Goldene Zeitalter in al-Andalus.

Aschkenasim – Juden mitteleuropäisch-osteuropäischer Herkunft; siehe Glossar.

Chasaren – türkstämmiges Reich, dessen Elite im 8./9. Jahrhundert zum Judentum übertrat.

Essener – asketische jüdische Strömung der Zeit des zweiten Tempels, meist mit Qumran verbunden.

Hasmonäer – Nachkommen der Makkabäer, Königs- und Hohepriesterdynastie der einzigen jüdischen Unabhängigkeit (um 140–37 BCE).

Kanaaniter – vorisraelitische Bevölkerung des Landes, aus der Israel teilweise hervorging.

Makkabäer – Priesterfamilie, die den Aufstand gegen die Seleukiden anführte.

Mizrachim – Juden des Orients und Nordafrikas; siehe Glossar.

Pharisäer – laiengelehrte Strömung der Zeit des zweiten Tempels, Vorläufer des rabbinischen Judentums.

Philister – aus dem Kreis der „Seevölker“ stammende Erzfeinde des biblischen Israel; Namensgeber für „Palästina“.

Ptolemäer – hellenistische Herrscher Ägyptens, unter denen die Diaspora Alexandrias und die Septuaginta entstanden.

Romanioten – griechischsprachige Juden byzantinischer Herkunft, älteste Schicht der Balkanjuden.

Sadduzäer – priesterlich-aristokratische Strömung der Zeit des zweiten Tempels, verschwand nach 70 CE.

Samaritaner – aus dem Nordreich hervorgegangene Gemeinschaft mit eigenem Kult auf dem Garizim, bis heute bestehend.

Sassaniden – persische Dynastie, unter der die babylonischen Talmudakademien blühten.

Seleukiden – hellenistische Herrscher Syriens, deren Religionspolitik den Makkabäeraufstand auslöste.

Sephardim – Juden iberischer Herkunft; siehe Glossar.

Seevölker – Wandergruppen um 1200 BCE, deren Auftreten den Zusammenbruch der Bronzezeit begleitete.

Zeloten – militant-aufständische Strömung, Träger des Ersten Jüdisch-Römischen Krieges.


Orte#

al-Andalus – das islamische Spanien (711–1492), Schauplatz des jüdischen „Goldenen Zeitalters“.

Alexandria – größte Diasporagemeinde der Antike, Heimat von Septuaginta und Philon.

Auschwitz – größtes nationalsozialistisches Vernichtungslager, Sinnbild des Holocaust.

Babi Jar – Schlucht bei Kiew, Ort des größten einzelnen Massenmordes (1941).

Babylon – Zentrum des Exils ab 586 BCE und später des babylonischen Talmuds; bis ins 20. Jahrhundert jüdisches Zentrum.

Córdoba – Hauptstadt des Kalifats von al-Andalus, Geburtsort des Maimonides.

Deir Yassin – arabisches Dorf, Schauplatz eines Massakers im April 1948.

Gaza / Gazastreifen – palästinensisches Küstengebiet, seit 2007 von der Hamas beherrscht, ab 2005 blockiert.

Golanhöhen – seit 1967 von Israel besetztes, 1981 annektiertes syrisches Hochland.

Granada – Stadt in al-Andalus, Wirkungsort Schmuel ha-Nagids; Fall 1492.

Jerusalem – Zentrum der jüdischen Geschichte, Ort beider Tempel, geteilt 1949–1967.

Kanaan – spätbronzezeitliche Bezeichnung des Landes (heute Israel/Palästina, Libanon, Syrien).

Konstantinopel – osmanische Hauptstadt, wichtiges Aufnahmezentrum der 1492 Vertriebenen.

Masada – Felsenfestung am Toten Meer, Schauplatz des Endes des jüdischen Aufstands 73/74 CE.

Qumran – Fundort der Schriftrollen vom Toten Meer, vermutlich Sitz einer essenischen Gemeinschaft.

Rheinland (SchUM: Speyer, Worms, Mainz) – geistige Zentren des aschkenasischen Judentums, Opfer der Kreuzzugsmassaker 1096.

Safed – galiläische Stadt, Zentrum der Kabbala im 16. Jahrhundert.

Samaria – Hauptstadt des Nordreichs Israel, 722 BCE von den Assyrern erobert.

Sinai – Halbinsel, 1967 von Israel besetzt, 1982 an Ägypten zurückgegeben.

Tel Aviv – 1909 gegründete Stadt, Regierungssitz Israels.

Thessaloniki – osmanische Hafenstadt mit jüdischer Bevölkerungsmehrheit („Jerusalem des Balkans“), Gemeinde im Holocaust vernichtet.

Toledo – Stadt der christlich-jüdisch-arabischen Übersetzerschule des 12. Jahrhunderts.

Troyes – Wirkungsort Raschis in der Champagne.

Wannsee – Berliner Vorort, Ort der Konferenz zur Organisation des Völkermords (Januar 1942).

Warschau – größte jüdische Gemeinde Europas; das Ghetto und sein Aufstand (1943) wurden zum Symbol.

Westjordanland – seit 1967 von Israel besetztes Gebiet, Kern der Siedlungs- und Statusfrage.

Wilna (Vilnius) – „Jerusalem Litauens“, Zentrum der Gelehrsamkeit und des Bundismus.

Yavne (Jamnia) – Sitz der rabbinischen Neugründung nach 70 CE.


Institutionen, Organisationen und Ereignisse#

Abraham Accords (2020) – Normalisierungsabkommen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten.

Balfour-Deklaration (1917) – britische Zusage einer „nationalen Heimstätte“ für die Juden in Palästina.

Bar-Kochba-Aufstand (132–135 CE) – letzter und endgültig gescheiterter jüdischer Aufstand gegen Rom.

Camp David – Abkommen 1978 (Israel–Ägypten) und gescheiterter Gipfel 2000 (Barak–Arafat).

Edikt von Alhambra (1492) – Vertreibungsbefehl gegen die nicht konvertierten Juden Spaniens.

Erster Jüdisch-Römischer Krieg (66–70 CE) – Aufstand, der mit der Zerstörung des zweiten Tempels endete.

Fatah – säkular-nationalistische Hauptfraktion der PLO, seit 1969 von Arafat geführt.

Haganah – zionistische Untergrundmiliz, Vorläuferin der israelischen Armee.

Hamas – islamistische palästinensische Bewegung, 1987 gegründet, ab 2007 Herrscherin in Gaza.

Hisbollah – schiitisch-islamistische libanesische Bewegung, 1982 gegründet, vom Iran gestützt.

Irgun – revisionistisch-zionistische Untergrundorganisation, Vorläuferin des Likud.

Jewish Agency – Quasi-Regierung des Jischuw unter dem britischen Mandat.

Jom-Kippur-Krieg (1973) – ägyptisch-syrischer Überraschungsangriff, Wendepunkt zur ägyptischen Friedenspolitik.

Kairoer Geniza – Schriftgutkammer in Fustat, Quelle von über 100.000 Dokumenten zum jüdischen Alltagsleben.

Makkabäeraufstand (166–164 BCE) – Erhebung gegen die seleukidische Religionspolitik, Ursprung des Chanukka-Festes.

Mischna (um 200 CE) – erste Kodifizierung der mündlichen Lehre, Grundstein des Talmuds.

Oslo-Abkommen (1993/1995) – gegenseitige Anerkennung von Israel und PLO, Beginn des (gescheiterten) Friedensprozesses.

Palmach – Eliteeinheit der Haganah, militärisch und kulturell prägend für das junge Israel.

Peel-Kommission (1937) – erster britischer Teilungsvorschlag für Palästina.

PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation) – 1964 gegründeter Dachverband, ab 1969 von der Fatah dominiert.

Schriftrollen vom Toten Meer (Qumran-Rollen, ab 1947 entdeckt) – älteste erhaltene Bibelhandschriften und Sektenschriften.

Schwarzer September (1970) – Niederschlagung der PLO in Jordanien; auch Namensgeber der Terrorgruppe (München 1972).

Sechstagekrieg (1967) – israelischer Sieg über Ägypten, Jordanien und Syrien; Beginn der Besatzung.

Spanische Inquisition (ab 1478) – Institution gegen vermeintlich rückfällige Conversos; siehe auch Glossar.

Suezkrise (1956) – israelisch-britisch-französischer Feldzug gegen Ägypten.

Sykes-Picot-Abkommen (1916) – geheime britisch-französische Aufteilung des Nahen Ostens.

UN-Resolution 181 (Teilungsplan, 1947) – Empfehlung der Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat.

UN-Resolution 194 (1948) – Grundlage der palästinensischen Forderung nach einem Rückkehrrecht.

UN-Resolution 242 (1967) – „Land gegen Frieden“, Bezugspunkt aller späteren Verhandlungen.

UNRWA (1949) – UN-Hilfswerk für die Palästina-Flüchtlinge; siehe Glossar.

Völkerbundmandat (1922) – Übertragung der Verwaltung Palästinas an Großbritannien; siehe Glossar.

Wannsee-Konferenz (20. Januar 1942) – Abstimmung zur Organisation des Völkermords.

Yad Vashem (1953) – zentrale israelische Gedenkstätte und Forschungsinstitution zum Holocaust.

7. Oktober 2023 – Angriff der Hamas auf Israel mit rund 1.200 Toten und etwa 250 Entführten, Auslöser des Gaza-Krieges.